31.7.: Pausentag im Rifugio Garelli (1965m)

Da die Königsetappe ganz schön anstrengend war, und die nächste Etappe mit 1600 m Abstieg ein Graus wird, haben wir beschlossen, im Rifugio Garelli einen Pausentag einzulegen. Das Rifugio liegt am Hang vor dem Vallone del Maragureis mit der Bergkette Maragureis hintendran. Die Architektur der Hütte wurde von den Bergen abgeschaut und auch die Hüttenbetreiber sind sehr nett. Es dauert nicht lange, bis wir fast schon wieder Familienanschluss haben.

Morgen kommt der Hubschrauber, um frisches Essen zu bringen und den Müll mitzunehmen

Morgen kommt der Hubschrauber, um frisches Essen zu bringen und den Müll mitzunehmen

Nach einem späten und gemütlichen Frühstück ohne Zeitdruck und anschließendes Rucksack packen, waschen wir mal wieder unsere Wäsche. Danach ist schon wieder Zeit für ein leckeres Pilzrisotto mit anschließendem Mittagsschlaf. Katrin liest und liegt auf der Wiese. Um mir ein bisschen die Beine zu vertreten, mache ich einen Rundgang zum Botanischen Garten neben dem Rifugio und will bei Lara, dem Packpferd vorbeischauen, die aber nicht sehr gesellig ist und sich im Stall versteckt.

Die Lebensmittel und alles was sonst gebraucht wird, wird entweder zu Fuß, mit Lara, oder dem Hubschrauber gebracht. Da der Hubschrauber morgen früh kommt, wird schon ein großer Sack mit Sachen vorbereitet, die ins Tal sollen. Das Geländer der Terrasse wird abgebaut und die Bänke weggeräumt, damit die Lebensmittel direkt vor der Tür abgeladen werden können.

Nachmittags versuche ich dann, meinen Blog weiter zu schreiben, aber ein französischer Familienvater meint, mir sei langweilig und er muss mich vollquatschen. Dabei redet er italienisch und ich antworte auf französisch. Er kapiert nicht, dass französisch viel einfacher für mich wäre. Dann kommt seine Frau mit der 2-jährigen Tochter rein, die den ganzen Tag mit Karabiner und Leine an einen Elternteil festgekettet ist. Der 5-jährige Sohn fängt an, die Hütte zusammen zu schreien und das Hüttenteam versucht freundlich darauf hinzuweisen, dass es auch noch andere Gäste gibt, auf die man Rücksicht nehmen sollte. An Blog schreiben ist bei dem Szenario nicht zu denken. Außerdem gibts ja bald schon Abendessen!

wunderschöner Sonnenuntergang

wunderschöner Sonnenuntergang

Beim Essen unterhalten wir uns nett auf italienisch-englisch mit einem Paar, das seit Jahren Alpenvereinshütten besucht und Plaketten oder Aufkleber der Hütten sammelt. Sie haben schon 450 Stück zusammen!

Wir beim Sonnenuntergang

Wir beim Sonnenuntergang

Anschließend schauen wir uns den Sonnenuntergang an und werden dann vom jungen Teil der Hüttenmannschaft zum Genepy trinken aufgefordert. Genepy ist ein leckerer Schnaps, der in den Alpen aus einer ährigen Edelraute hergestellt wird. Na gut, dann können wir vielleicht gut schlafen…

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