24.7.: Etappe 23 – Rifugio Malinvern – Terme di Valdieri

15,7km, 780m hoch, 1250m runter, 7,5h inkl. 1h Pause

Der Wetterbericht für heute sieht total schlecht aus. Den ganzen Tag soll es regnen und gewittern. Lustlos laufen wir um 9h im Regen los. Zum Wachwerden geht es gleich über eine nasse und wackelige Holzbrücke, bevor wir den Anstieg zum Colletto di Valscura antreten.

Dickes Schneefeld neben dem Rifugio

Dickes Schneefeld neben dem Rifugio

Wackelige Brücke über den Rio Freddo

Wackelige Brücke über den Rio Freddo

Rifugio Malinvern

Rifugio Malinvern

Lago Malinvern

Lago Malinvern

Nach ca. einer Stunde kommen wir am Lago Malinvern vorbei. Inzwischen hat der Regen aufgehört und blauer Himmel ist über uns. Bis zum Pass sind es noch 400 Höhenmeter. Spannend ist immer die Frage, welches wohl der Pass ist, den man überwinden wird. Für uns heute ein ganz schmaler. Bis wir oben sind, haben wir allerdings noch ein bißchen was vor uns.

Schneefelder beim Aufstieg zum Colletto di Valscura

Schneefelder beim Aufstieg zum Colletto di Valscura

Drei steile Schneefelder müssen wir noch überqueren. Das erste ist einfach, das zweite sehr lang und deshalb anstrengend, weil man immer feste mit den Kanten Tritte in den Schnee stampfen muss. Während wir durch dieses Feld marschieren, entdecken wir oben am Pass einen Wanderer, der durch ein viertes Schneefeld direkt oben am Pass geht. Dieses Schnellfeld ist zwar nicht groß, scheint aber sehr steil zu sein. Kurz darauf sehen wir noch drei weitere Wanderer, die den anderen überholt haben. Sie raten uns, das vor uns liegende Schneefeld von unten nach oben zu begehen und nicht zu queren. Das letzte Feld vor dem Pass sollen wir lieber umklettern.

Klettereinlage am Colletto di Valscura

Klettereinlage am Colletto di Valscura

Nach kurzer Schokoladenstärkung, Bachblütentropfen und Beratung, entscheiden wir uns doch, das erste Feld zu queren. Die vorgeschlagene Variante hieße, erst einmal durch rutschiges, sehr steiles Geröll abzusteigen.

Wir

Wir

Nebel begleitet uns den ganzen Tag

Nebel begleitet uns den ganzen Tag

Wir meistern das Schneefeld problemlos und kommen schnell zum nächsten. Hier befolgen wir den Rat der Wanderer und umgehen das Schneefeld. Eigentlich ist es eher klettern und mit Wanderstöcken und Rucksack gar nicht so einfach. Aber es geht alles gut, wenn auch langsam. Anstatt der vorgegebenen 2:15h brauchen wir 3:30h. Auf dem Pass essen wir unser Vesper und treten dann den Abstieg an.

Valle di Valasco

Valle di Valasco

Brücke im Valle di Valasco

Brücke im Valle di Valasco

Blick vom Colletto, Lago di Valscura

Blick vom Colletto, Lago di Valscura

Vom Pass aus sehen wir schon runter zum schönen Lago di Valscura. Steil geht es in Serpentinen den Hang hinunter zum See mit einigen Militärruinen. Eine Gämse hat sich fotogen in ein Fenster einer Ruine gestellt und knabbert an der Oberseite. Ab jetzt geht es auf breiten Militärwegen langsam bergab. Zum Glück, denn einige Höhenmeter Abstieg haben wir noch vor uns. Neben uns fließt ein hübscher Bach, der immer wieder in kleinen Wasserfällen abkürzt. Bald fällt unser Blick in ein breites Tal, in dem mittendrin ein ehemaliges königliches Jagdschloss steht, das inzwischen zu einem Rifugio umgebaut wurde.

Rifugio Valasco in einem ehemaligen königlichen Jagdschloss

Rifugio Valasco in einem ehemaligen königlichen Jagdschloss

Dort machen wir eine Kaffeepause und laufen weiter am hübschen Bach entlang. Die moorigen Wiesen, die von diesem klaren, schnell fließenden Wasser durchzogen werden, sind herrlich anzuschauen. Nach einem tosenden Wasserfall wird das Tal wieder schluchtartig und ein schöner Fußweg geht entlang des Baches weiter Richtung Tagesziel hinunter.

Idylle pur!

Idylle pur!

Um kurz vor 17 Uhr erreichen wir Terme di Valdieri, das aus einem Campingplatz, einer Pension, einer Bar und einem Grand Hotel mit Thermalquellen besteht. Das Grand Hotel hat auch ein Posto Tappa, aber im Internet wird eher die Pension empfohlen, für die wir uns dann entscheiden. Hier scheinen viele Rentner untergebracht zu sein, und wir reißen den Altersdurchschnitt ganz schön in die Tiefe. Da wir keine Badesachen dabei haben, und man in der Terme keine leihen oder kaufen kann, entscheiden wir uns doch gegen den geplanten Pausentag und wollen gleich am nächsten Tag wieder weiter.

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