16.7.: Etappe 16 – Celle di Macra – Santuario San Magno

17km, 1090m hoch, 610m runter, 6h inkl. Pause

Castellaro (Celle di Macra) noch bei Sonne

Castellaro (Celle di Macra) noch bei Sonne

Heute geht es um kurz vor 9h los. Laut Wirt und Wanderführer soll es heute nur 6h zu laufen sein. Die erste Stunde geht es durch Wald und Wiesen. Wer vorne ist, sammelt Spinnweben ein und um uns beide schwirren viele Fliegen. Irgendwie bin ich heute schlecht drauf, schwitze, meine Haare kitzeln im Nacken und auf der Stirn, die Fliegen und Spinnweben nerven. So schleppe ich mich den Berg zur Alpe Fumé hoch. Eigentlich soll das Wetter gut bleiben, und uns wurde Fernsicht bis zum Monviso versprochen. Doch ab 1800 müM laufen wir im Nebel. Kurz vor der höchsten Stelle (2230 müM) reißt es kurz auf und wir machen eine kurze Vesperpause. Dann wird auch meine Laune etwas besser.

Nebel steigt auf bei der Alpe Fumé

Nebel steigt auf bei der Alpe Fumé

Nebel steigt auf bei der Alpe Fumé

Nebel steigt auf bei der Alpe Fumé

Monte Bastia (2134m) im Nebel

Monte Bastia (2134m) im Nebel

Kurze Pause in der Sonne (kurzes Vergnügen)

Kurze Pause in der Sonne (kurzes Vergnügen)

Passo delle Crosette

Passo delle Crosette

Nach kurzem Auf und Ab erreichen wir nach 5h den Passo delle Crosette im Nebel. Jetzt geht es noch eine Stunde bergab bis zum Santuario San Magno. Von weitem hören wir Donnergrollen und beschließen, heute mal bergab nicht langsamer zu sein, als die vorgegebene Zeit und joggen fast den Berg hinunter. 20 Minuten vor dem Ziel ziehen wir schnell unsere Ponchos über und kurz drauf beginnt es zu hageln, dann zu regnen, dann wieder hageln. Das Gewitter ist nah über uns, aber es gibt nichts zum Unterstellen. Bis wir an der Kirche ankommen, in der heute unser Posto Tappa ist, sind unsere Ponchos, Beine, Schuhe und Socken platschnass. Ein älterer Herr begleitet uns in einen Seitenflügel der Kirche, in der die Pilgerunterkünfte sind. Wenn wir wollten, können wir zwei Zimmer haben, wir sind mal wieder, wie so oft, die einzigen Gäste.

Wieder 40min zu spät losgegangen... Hagel, Regen, Gewitter = alles patschnass

Wieder 40min zu spät losgegangen… Hagel, Regen, Gewitter = alles patschnass

Unser originelles Posto Tappa im Santuario San Magno

Unser originelles Posto Tappa im Santuario San Magno

Jetzt erstmal raus aus den nassen Sachen, alles aufhängen und warm duschen. Die Schuhe werden sicher nicht trocken bis morgen.

Nach einem zweisamen Kaffee in der Kirchen-Bar machen wir einen Spaziergang ins Dorf unterhalb. Hier gibt es mindestens 2 Hotels plus das Posto Tappa, aber außer einem französischen Auto scheinen wir die einzigen Gäste zu sein. Da das Wetter so grau ist, rutscht uns immer wieder raus, dass hier bestimmt nur im Sommer was los ist. Aber es ist doch Mitte Juli!!!! Traurig ist das. Der Wirt vom letzten Posto Tappa sagte uns, dass er das Hotel/Restaurant nach drei Jahren aufgibt und nach Ligurien geht. Es sind einfach zu wenig Gäste da. Schade, denn es ist hier so schön und das Essen überall fantastisch.

Santuario San Magno

Santuario San Magno

Um 19h gibts Essen im riesigen Speisesaal der Kirche. Nur wir essen. Seit der deutschen Unterkunft sagen die Wirte beim Vorreservieren immer weiter, dass Katrin Vegetarier ist. So bekommen wir heute: Kartoffelsuppe, Salat, Käseomlette, paniertes Rindfleisch, Bratkartoffeln, Pizza, Käse und Obst. Wie immer: sehr lecker!

Leckere Kartoffelsuppe - wir alleine im riesigen Speisesaal des Gotteshauses

Leckere Kartoffelsuppe – wir alleine im riesigen Speisesaal des Gotteshauses

Dann ist es erst 20h und unser Zimmer eher düster und kalt. Also setzen wir uns auf den Kirchplatz. Außer dem Koch und uns scheint hier niemand zu ünernachten. Irgendwie gruselig.

Zurück im Zimmer positionieren wir alle nassen Sachen neu und hoffen, dass morgen früh alles trocken ist.

Kein Handyempfang, kein Wlan, nichts.

Aber: Wir haben die Wanderung heute mal in der vorgeschlagenen Zeit geschafft, und das sogar trotz 30min Pause.

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